Umwelt / Energie, Wirtschaft / Finanzen

Gemäss einem jüngst in der NZZ erschienenen Artikel sterben in der Schweiz pro Jahr rund 10′000 Schafe durch Krankheiten, Unfälle und Abstürze. Demgegenüber sind die jährlich rund 200 durch Wölfe gerissen Schafe geradezu vernachlässigbar.

Doch die öffentliche Hand lässt die Schafhalter nicht im Stich. Neben den vielen Millionen Franken mit welchen die Schafhaltung sowieso schon subventioniert wird, werden die verhältnismässig geringen Schäden durch Wölfe durch Bund und Kantone entschädigt und selbst der Kauf eines Schutzhundes wird finanziell unterstützt.

Dies obwohl die Schafhaltung in der Schweiz meist nur als Hobby oder Nebenerwerb betrieben wird und sie ohne massive finanzielle Unterstützung durch den Staat keinesfalls rentabel wäre. Dies bestätigte vor einigen Jahren auch der damalige Präsident des Schweizerischen Schafzuchtverbands. Er rechtfertigte die Millionenzahlungen aber mit dem durch die Schafhaltung einhergehenden Landschaftsschutz und dem Beitrag zur dezentralen Besiedelung.

Man kann darüber streiten, ob diese Ziele überhaupt erstrebenswert sind (aus ökologischen Gründen spricht sogar viel für eine zentrale Besiedelung und gegen Zersiedelung (Verkehrswege, verdichtetes Bauen) und es gibt zweifellos auch Gründe, die für mehr vom Menschen unangetastete Flächen sprechen). Doch selbst wenn man an den vorgebrachten Zielen festhalten möchte, braucht es dazu keine subventionierten Schafe. Der Bund könnte Bauern mittels Leistungsverträgen mit dem Landschaftsschutz beauftragen. Die Subventionen würden so transparenter und effizienter eingesetzt und der Wolf könnte problemlos daneben weiterexisiteren.

Realpolitisch ist diese Idee heute kaum denkbar, daher wäre es das Mindeste, dass künftig weniger und ausschliesslich beaufsichtigte Schafherden subventioniert werden, wie dies der WWF schon letztes Jahr forderte.

Umwelt / Energie

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Unterstützenswerte Aktion von Greenpeace Schweiz: Senden Sie dem BP-Chef eine Postkarte

Stadtrat, Umwelt / Energie

Soeben haben wir im Berner Stadtrat über eine Motion des Grünen Bündnisses (GB) mit dem Titel ewb strategisch auf erneuerbare Energie statt Atomkraft ausrichten befunden.

Während Punkt 1, welcher ewb beauftragt sich schrittweise aus der Produktion und dem Verkauf von Atomstrom zurückzuziehen als Postulat problemlos überwiesen wurde, waren die Punkte 2 und 3 sehr umstritten.

Dies, weil diese Punkte nicht nur von bürgerlicher Seite, sondern haarsträubenderweise auch von der “Grünen” freien Liste (GFL) bestritten wurden.

Wie es eine grüne Partei ablehnen kann, dass ewb beauftragt werden soll, sich neu so auszurichten, dass der heutige Atomstromanteil durch Programme zur Erhöhung der Verbrauchseffizienz und durch die Erhöhung des Produktionsanteils der neuen Erneuerbaren Energien (z.B. Windenergie) ersetzt werden kann, ist wahrlich nur schwer verständlich.

Dank einer Allianz von Grünliberalen, SP und dem GB und dank dem Stichentscheid von Rats-Vize Urs Frieden (GB) wurde dieser Punkt dann doch noch überwiesen.

Offensichtlich hat es doch nicht ganz so viele grüne Parteien in der Stadt Bern, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte…

Artikel BZ, Artikel Bund

Umwelt / Energie

Die Petition Deckel weg! - Keine Beschränkung für erneuerbare Energien! von NWA Schweiz kann noch bis zum 28. Februar unterschrieben werden (auch online). Die Petition fordert die Eidgenössischen Räte dazu auf, die Mengenbeschränkung für erneuerbare Energien im Energiegesetz so rasch wie möglich zu beseitigen.

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Umwelt / Energie

Nicht nur die SVP, sondern auch die FDP versucht derzeit offensichtlich den Rechtsstaat zu schwächen. Anders ist es nicht zu erklären, dass die (Zürcher) “Frei”sinnigen rund um ihre Vorrednerin Doris Fiala am 30. November das Verbandsbeschwerderecht nahezu abschaffen wollen.

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Das Verbandsbeschwerderecht ist keineswegs ein Vetorecht gegen rechtskonforme Bauprojekte. Das einzige was Umweltverbände tun können, ist zu kontrollieren, ob Umweltrecht richtig angewendet wird. Die Erfolgsquote bei  Beschwerden vor dem Bundesgericht liegt dabei bei über 60%. Dies beweist, dass dieses Instrument zwingend notwendig ist um ökologischen Sündenfälle auch künftig zu vermeiden.

Lassen wir am 30. November der Natur ihren Fürsprecher und stimmen wir NEIN zur trügerischen Volksinitiative. Selbst Frau Fiala wird schon jetzt zufrieden sein, nicht zuletzt dank ihrer Initiative sitzt sie seit letztem Jahr im Nationalrat…